Nur wenige Formen der Demenz sind heilbar. Bei den meisten Demenzen kann man aber durch gezielte und regelmäßige therapeutische Maßnahmen versuchen, den Verlauf der Erkrankung zu verzögern. Das bedeutet, die größtmögliche Selbständigkeit des Betroffenen so lange als möglich zu erhalten.

    Im frühen Stadium der Erkrankung bieten sich folgende nichtmedikamentöse Therapiemöglichkeiten an:

    • Ergotherapie                                                                                                                                                                
      Zum speziellen Training von Körperhygiene, Einkaufen, Kochen, Zeitunglesen etc., um wichtige Alltagskompetenzen zu erhalten.
    • Realitäts-Orientierungs-Training                                                                                                                                      
      Stellen Sie Uhren und Kalender gut sicht- und lesbar im Umfeld des Erkrankten auf, oder bringen Sie einfache Bilder mit einer Blume, einem Tier oder einem Gegenstand an Zimmertüren an, um ihm die zeitliche und örtliche Orientierung zu erleichtern.
    • Physiotherapie                                                                                                                                                      
      Eine individuell angepasste und regelmäßige Bewegungstherapie mit speziellem Gleichgewichtstraining verbessert die Körperwahrnehmung und beugt Stürzen vor.
    • Verhaltenstherapie                                                                                                                                          
      Einsatz einer speziellen Therapie durch geschulte Fachkräfte um Angst, Wut oder Depressionen, die oft beim Erkennen der eigenen Erkrankung auftreten, besser bewältigen zu können.
    • Gedächtnis- bzw. Hirnleistungstraining                                                                                                  
      Durch Spiele wie Memory, Begriffe raten, Reime ergänzen oder Farben erkennen oder zuordnen wird das Denkvermögen und die Hirnleistung trainiert und geschult.

    Folgende nichtmedikamentöse Therapieformen können auch im fortgeschrittenen Stadium noch weiterhin angewendet werden:

    • Künstlerische Therapien                                                                                                                                
      Malen, Singen, Musizieren oder auch Tanzen sind emotionale Dinge, die helfen können den Gefühlen Ausdruck zu verleihen, wenn mittlerweile die Worte dafür fehlen. Oft stellt sich danach ein Gefühl des Wohlbefindens ein.
    • Erinnerungstherapie und Biografie-Arbeit

    Erinnerungstherapie dient dazu, mit Altbekanntem wie: Liedern, Gedichten, Bildern, Familienfotos oder –geschichten, das Langzeitgedächtnis anzuregen und zu aktivieren. Durch Erinnerungen an vertraute Gesichter und Geschichten aus der Vergangenheit fällt es den Betroffenen leichter, sich selbst zu erkennen und sich dort einzuordnen. Die Identität wird gestärkt und dadurch natürlich auch das Wohlbefinden. Sich zu Hause und geborgen zu fühlen und nicht fremd.

    • „Snoezelen“ und Aromatherapie                                                                                                            
      Diese Therapie soll alle Sinne des Betroffenen ansprechen. Durch geschulte Kräfte werden Klänge, Düfte und/oder Lichteffekte in warmer, gemütlicher Atmosphäre gezielt eingesetzt. Sie dienen der Entspannung und sollen positive Gefühle hervorrufen.

    Mit diesen Therapieformen wird in der Hessischen Berglandklinik täglich gearbeitet. Sie werden durch geschultes Fachpersonal gezielt ein- und umgesetzt.

    Bei Fragen kontaktieren Sie uns gerne: 02776-8030.